Montag, 7. November 2011

Wenn ich mal ein Häuschen habe, ... # 01

... dann darf es ruhig so ausschauen. Ist das nicht super! 

from here

Da geht gleich die Phantasie mit mir durch. Unten in diesem großen weiß-roten Anhänger ist die  Wohnküche, wo sich alles trifft und in der ich jeden Tag stehe, um für meine Lieben zu kochen. Ja, Emanzipation ist mir egal, wenn ich so etwas habe ... ich geb´s ja zu. Also weiter ... wenn ich mit dem Kochen fertig bin, dann lass ich eine riesige Glocke läuten und die Kinder kommen dann wie kleine Ameisen die Treppen runtergelaufen ... die wohnen nämlich in den drei Anhängern über meinem "Frauenarbeitsplatz". Gebadet wird im Sommer in dem kleinen Teich auf der Wiese und wenn es kalt ist, geht man halt einfach in den hellblauen Anhänger, der mit einer riesigen Badewanne mit Badeofen ausgestattet ist. Das Atelier meines Mannes und von mir befindet sich im dunkelblauen Anhänger und ganz oben, ja da hab ich dann meine Ruhe und ein wunderschönes Bett stehen, von dem aus ich beim Einschlafen den Mond sehen kann. Das große Fenster eignet sich hervorragend dafür. Idealerweise ist dieser Anhänger drehbar! 

Natürlich habe ich gleich recherchiert ... wo kann man diesen Traum kaufen, was kostet er, welcher Immobilienhai schwebt mit seiner dicken Flosse darüber ... dabei habe ich unglaubliches entdeckt. Dieser Traum ist eine Theaterkulisse. Unglaublich oder?! Für alle Interessierten und der Vollständigkeit halber: das Set gestaltete Catherina Scholten für eine Produktion von Anton Chekhovs Ivanov. Die Theatergruppe, die darin spielte gehörte zum niederländischen BOS Theater.
Na ja, vielleicht steht es ja jetzt nach dem Sommer zum Verkauf. 


"Wenn ich mal ein Häuschen habe, ..." wird jetzt neben der Blogzeit eine weitere Kategorie, mit der ich Euch unterhalten möchte. Seid gespannt auf weitere komische Phantasien meinerseits.

Unsichtbar

Her mit der Tusche ... ich weiß jetzt wie man sich unsichtbar macht. Liu Bolin beweist mit seinen Bildern, dass das gar nicht so schwer ist. Natürlich werden jetzt viele sagen "Man sieht ihn doch ganz deutlich!". Aber stellt Euch mal vor, ihr lauft auf der Straße und der Gute steht vor einer Mauer angepinselt als eben diese Mauer. Ich wette mit Euch, die meisten laufen dran vorbei. Beim letzten Bild von ihm musste ich ziemlich lange schauen, um ihn zu finden. 



from here

Ok, bevor die Diskussion mit dem Thema Photoshop losbricht ... angeblich ist da nix manipuliert ... ich hab auch erst daran gedacht, aber ich will mir nicht immer die Entzückung, die so etwas bei mir auslöst, von Photoshop nehmen lassen. Ich möchte einfach daran glauben, dass sich jemand mal die Mühe gemacht hat, mich mit wirklich vorhanden Dingen und Fähigkeiten zum Staunen zu bringen. Der Fotograph hat sicherlich noch sein übriges dazu beigetragen. Hier könnt Ihr Euch noch mehr tolle Bilder anschauen.


Wer sich nicht anpinseln mag, um unsichtbar zu sein, dem kann ich folgendes empfehlen: In Schweden gibt es eine Treehotel. Dort muss man nur in eines der Zimmer schlüpfen und man wird nicht mehr gesehen. Ja ja, keine große Kunst, ich weiß. Wenn man aber auch das Zimmer nicht mehr sehen kann, dann ist das schon etwas anderes, oder?!



from here

Ok, dann auf zum Tusche kaufen oder Urlaub in Schweden buchen. Wir sehen uns!!!

Dienstag, 1. November 2011

Schöner 70er Jahre Wahnsinn

Beim Stöbern auf Pinterest, wurde ich heute mal wieder an das Spiegelverlagshaus in Hamburg erinnert. In Teile des Hauses wurde Verner Panton von der Leine und auf die Inneneinrichtung losgelassen und das kam dabei heraus:






from here and here

"Pantons Entwürfe waren prototypisch für die psychedelischen Designs der 1970er." ... Oh ja darauf kommt man bei der Betrachtung der Fotos auch als Laie. Ich stell mir gerade vor, wie Sekretärin Petra Schreibmalauf in ihrer 30 minütigen Pause aus ihrem tristen Büro mit Familienfotos an den Wänden und Häckeldeckchen auf der Fensterbank in diese Kantine (oberstes Foto) ging und diese "Welt" vorfand. Wie ging es ihr danach? War sie entspannter als vorher? Konnte sie nachher noch anständig ihre Arbeit verrichten? Freute sie sich, beim Gedanken daran dort ihre Pause zu verbringen, noch mehr auf ihren Filterkaffee mit Milch und Zucker? Ich habe keine Ahnung! Wäre ich an ihrer Stelle gewesen ... ach, keine Ahnung ... ich will mir das aber unbedingt mal anschauen und wenn ich das getan habe, dann werde ich auf diese Fragen noch einmal zurück kommen. Die Räume sind leider nicht mehr alle erhalten. Soweit ich es recherchieren konnte, gibt es nur noch die Kantine im Originalzustand. Ich finde diesen innenarchitektonischen 70er Jahre Wahnsinn auf jeden Fall schön ... ob ich dort entspannen könnte weiß ich nicht. Im Pool sicherlich!   Möglicherweise ist das einer der wenigen Orte, in denen man sich heute noch wie in einem 70er Jahre Science-Fiction Film fühlen kann und das wäre ja schon mal etwas. Wer will schon Entspannung?