Montag, 25. Juni 2012

Nicht gewonnen, aber auch nicht verloren!

Leider bin ich bei der Hoss Intropia Verlosung nicht unter die ersten 12 gekommen und habe somit nicht das Vergnügen die ausgewählten Stücke frei ins Haus für Null Komma Nix Euros geliefert zu bekommen. Jetzt bin ich ganz traurig und der Abend ist futsch. Ich wollte doch unbedingt diesen Schuhen ein neues nettes zu Hause geben und mit dem Rucksack ganz stilsicher meine Hofer Einkäufe erledigen und den Pullover auf ein Segelboot ausführen und und und ... und weil ich so traurig bin, überlege ich mir jetzt, ob ich den 30 Prozent Gutschein für´s Mitmachen einlöse oder ob ich jetzt einen auf beleidigte Leberwurscht mache und nix kaufe. Ich ahne schon wie es ausgeht und lasse es Euch wissen wenn es dann soweit ist ;o)


Um doch noch ein bissen nette Stimmung aufkommen zu lassen, lasse ich Euch einfach ein wenig an meinen letzten Tagen teilhaben ... vom Mäuserich habe ich Euch ja schon ausgiebigst erzählt ... wirklich viel ist dann auch nicht passiert, aber es war trotzdem schön ... ein paar Tage weg aus der Stadt zu sein ist schon was feines. Auch wenn nichts großartiges passiert, ist alles aufregend ... aber angenehm aufregend. Gerade jetzt zu dieser Jahreszeit geht´s ganz heimlich, still und leise, rings um dich herum so etwas von ab und wenn man genau hinschaut und hinhört entdeckt man alles nach und nach und es hat den Anschein als nehme alles kein Ende! Traumhaft! 





Die ersten Blumen verblühen und ihre unterschiedlichen faszinierenden Fortpflanzungstechniken werden sichtbar, aus unscheinbaren Pflänzchen werden innerhalb eines Tages wunderschöne Blumen, überall brummt es und summt es, in der Nacht ziehen Igel mit lustigen Geräuschen unter dem Fenster vorbei, Libellen schillern in den tollsten Farben, lassen sich aber leider schwer mit der Kamera festhalten, daher unten nur ein Foto von ihren regungslosen Larven ... hach, wunderbar ... so kann man Kraft tanken für das Stadtleben. Zudem konnte ich feststellen, dass sich Fliegen im Liebestaumel nicht wirklich stören lassen und die Welt um sich herum vergessen. Dieser Tatsache habe ich es zu verdanken, dass ich mit der Kamera ziemlich nah heran fahren konnte, um Euch ein tolles Foto abliefern zu können ... ja ich habe gespannert ... ich gebe es zu! Aber alles nur für Euch und im Zeichen der Wissenschaft :o)  

David gegen Goliath

Heute gibt es mal eine hinreißende Geschichte von mir! Alles fing vor ein paar Tagen mit einem heftigen Regen an. Bei solchen Witterungen werden leider die kleinen Mäuschen auf den Feldern aus deren Löcher gespült und die Katzen ziehen, sobald der Regen sich abschwächt, in eine unermüdliche Schlacht, in der die Mäuse leider ziemlich wenig Chancen haben. Nachdem ich schon auf ein kleines totes Mäuschen gestiegen bin ... igittigitt ... musste ich auch noch mit anschauen, wie eines der Katzen ein kleines Mäuschen in den Fängen hatte. David gegen Goliath ... live und in Farbe. Ich fieberte mit David mit, doch leider schien dieses Nachspiel der berühmten Geschichte nicht ganz so gut auszugehen. Wer Katzen hat weiß, dass es leider auch nicht möglich ist, dem Mäuschen zu helfen. Jedenfalls wurde David von Goliath mehrmals ordentlich durch die Lüfte geschleudert und dann ganz achtlos in der nassen Wiese liegen gelassen. Da mir auffiel, dass sich David während des Kampfes ganz eigen fortbewegte, schaute ich schließlich nach einer halben Stunde nach, weil ich wissen wollte um was für ein Mäuschen es sich handelt. Beim kleinen David angekommen, sah ich, dass das kleine Herzlein noch schlug. Aufregung pur! David wurde in einen kleinen Blumentopf gelegt, damit er dort noch seine letzten Minuten in Ruhe verleben kann. Aber kleine Mäuse sind anscheinend sehr zäh. Nach einer Stunde fing er wieder an sich mehr zu bewegen und kurze Zeit später stand er auch schon wieder ganz beduselt auf seinen vier Beinchen. Natürlich fanden wir, dass ein Blumentopf kein hinreichendes zu Hause für eine kleine Wiesenhüpfmaus (zapus hudsonius ... ja, ich bin jetzt voll informiert!) ist und daher bauten wir ihm schnell ein kleines angenehmes Heim. Seine erste Mahlzeit, die er aus dem reichlichen Angebot wählte, war Schokolade. Die schien ihn so aufzuputschen, dass er von Minute zu Minute immer besser aussah. Das Fell wurde glatter und Gang und Stand sicherer. Am nächsten Tag war er so gut beieinander, dass wir beschlossen ihn wieder auf dem Feld ... weit ab von Katzen ... in die Freiheit zu lassen. Wie man auf dem unteren Bild erkennen kann, mussten wir ihn allerdings ziemlich zwingen. Er verkroch sich immer wieder in seinem vorübergehenden zu Hause tief unter dem Stroh ...  anscheinend hat es ihm in unserer Obhut sehr gut gefallen. Ich hoffe er findet jetzt eine kleine Mäusedame und ist glücklich bis an sein Lebensende, dessen Zeitpunkt hoffentlich nicht durch Katzen festgelegt wird. 


Schöööööööööööööön, oder?! Ich war ganz hin und weg und bin es immernoch! Und was lernen wir daraus? Die Natur ist grausam aber auch unglaublich schön, ich kann Katzen kurz nach einem Regenguss nicht ausstehen aber ansonsten liebe ich sie, Kleine können ganz groß und stark sein, ... ich hör jetzt lieber mal auf! Jetzt gibt es nur noch ein paar Fotos zur Geschichte zu bestaunen! Mach´s gut kleiner Mäuserich, hab ein feines Leben!


Sonntag, 17. Juni 2012

Hoss Intropia

Ok, doch noch kein Feierabend! Manchmal sollte man vom Computer weggehen, bevor es zu spät ist. Das habe ich soebend versäumt und daher muss ich jetzt noch bei einem Gewinnspiel mitmachen. Die Mädels verstehen mich da sicherlich!

Hoss Intropia hat heute via Bloglovin´ zu einem Gewinnspiel aufgerufen. Um teilzunehmen muss man sich bis zu fünf Lieblingsteile heraus suchen und ein Blogposting dazu schreiben. Nichts leichter als das! Ich weiß ich mache jetzt hiermit offiziell und unentgeldlich Werbung für Hoss Intropia, aber das ist mir so etwas von wurscht, wenn ich genau die Teile, die ich so toll finde gewinne! Also drückt mir die Daumen!









Jetzt wo ich fertig bin mit meiner Auswahl, sehe ich mal wieder, was für eine Stilchaotin ich doch bin ... mittlerweile steh ich dazu und find es manchmal ganz nett nicht so eingeengt zu sein! Also Hoss Intropia ... bitte unterstützt mich beim Ausleben meines chaotischen Daseins!

own stuff # 16

Ihr könnt mich verrückt oder blöd nennen, aber ich habe heute trotz des traumhaften Wetters ein wenig in der Wohnung geputzt, gewerkelt und gebastelt. Dabei habe ich mich mal einem unserer hässlichsten "Möbelstücke" gewidmet und den Versuch gestartet es zu verschönern bzw. aufzupimpen. Natürlich hätte ich es auch wegschmeißen können, aber für den Zweck, den es erfüllen soll, ist es ganz praktisch und es ist klein genug für unseren winzigen Flur. Auch ist weniger Schnick Schnack und Kitsch immer besser, aber ich finde trotzdessen ist aus dem hässlichen Entlein jetzt ein komisches Huhn geworden und macht sich sehr gut in unserer Wohnung!

Im 7. Stoffhimmel # 02

Neulich habe ich ja erwähnt, dass ich liebe Leutchens um mich herum habe, die meine Sucht unterstützen und mich immer wieder mit Stoff versorgen. 

Als ich in Berlin war, gab es in Wien die Möglichkeit Stoffe aus einem Nachlass zu ergattern und die liebe Frau E. hat an mich gedacht und mit einer Auswahl nur für mich absolut meinen Geschmack getroffen. Daher hier nocheinmal ein dickes Dankeschön an die Frau E.!


Die meisten sind Plaste-Elaste Stoffe, vermutlich aus den 70er Jahren. Folgende Test führten zu diesem Ergebnis: 

1. Die Feuerzeugprobe ... von diesen Stoffen hat man auch nach einem Brand noch etwas, da sie nicht verbrennen, sondern lediglich schmelzen!

2. Die Waschprobe ... nimmt man die Stoffe nach dem Schleudergang aus der Waschmaschine, dann kommen sie bereits getrocknet und gebügelt raus ... äußerst parktisch!

3. Die Anguckprobe ... schaut man länger auf die Muster und wird anschließend high, dann kann es sich nur um 70er Jahre Stoffe handeln!

4. Die Schwitzprobe ... wickelt man sich in die Stoffe ein und hat sofort ein Gefühl wie nach 10 Minuten in einer Finnischen Sauna, dann ist dies die letzte Bestätigung, dass es sich um Stoffe aus den 70er Jahren handelt!

Herrlich!

Der rechte Stoff ganz oben soll aber ein 60er Jahre Blusenstoff sein. Allein die Vorstellung, diesen Stoff als Bluse anzuziehen, bereitet mir doch ein wenig Gänsehaut. Er ist unwahrscheinlich hübsch anzuschauen, greift sich ganz eigen an, ist ziemlich steif, aber dann doch sehr filigran, aber als Bluse ... nein Danke! Der stammt wahrscheinlich aus der ersten Phase Plaste für Kleidungsstücke zu verwenden ... das ist jetzt wirklich ein kleines Schätzchen in meinem kleinen Stoffmuseum. Eigentlich wollte ich den Stoff heute zusammen mit den anderen waschen, aber ich war mir nicht sicher, ob der bei 60 Grad nicht doch schon anfängt zu schmelzen ... der kommt jetzt erstmal in die Handwäsche.

Neben meinem Nähtisch steht auch noch ein riesiger blauer Sack, den mir neulich die liebe Frau D. und der liebe Herr M. mitgebracht haben. Beim Öffnen bin ich fast an die Decke gehüpft vor lauter Freude. Daran werde ich Euch natürlich auch noch teilhaben lassen, aber der Inhalt des Sackes muss erstmal gebührend in Szene gesetzt und abfotografiert werden.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin!

Wo die Verrückten sind, da gehörst du hin! Na wenn das schon ein altes Lied behauptet, dann muss man dem auch Folge leisten! Scheen war´s! Nun bin ich wieder zurück in der eigenen Höhle, sichte die Fotos und lass Euch einfach mal ein wenig dran teilhaben ... 


So schön, wie das Wetter auf dem Bild mit dem Fernsehturm ist, war es leider nicht immer. Aber seit dem letzten Sommer "gewöhne" ich mich langsam an komisches Wetter während der Urlaubstage. Wenn man für sämtliche Wetterlagen gerüstet ist, ist das ja nicht so ein großes Problem, aber das macht das Koffer packen so wahnsinnig schwer und zu dem "Nehm ich jetzt 2, 3, 4 oder fünf Paar Schuhe mit - Problem", was schon Nervenaufreibend genug ist, kommen noch weitere hinzu ;o)

Rechts oben seht ihr einen Auszug aus der Karte vom Cafe Morgenrot ... das ist wirklich einen Besuch wert, wenn man mal in Berlin ist. Neben dem tollen Konzept der kollektiven Selbstverwaltung, gibt es auch super Preise! Man sollte sich allerdings nicht an einen Tisch setzen und auf die Bedienung warten! Hier wird noch selbst angepackt und die Getränke müssen von den Gästen an der Bar bestellt und abgeholt werden. Für ein Sterni für 1,60 € mach ich das doch gern! Bevor jetzt alle aufschreien ... ich weiß Sterni ist nicht das beste Bier, aber ich find´s lecker!

Auf dem obigen Bild seht ihr auch einen typischen Stand, wie er zu Hauf auf dem Türkenmarkt am Maybachufer zu finden ist. Ein Traum! Für 5 € pro Laufmeter gibt es nicht nur Stoffe aus Plaste, sondern auch ganz toll bedruckte Baumwolle. Natürlich ist beim dem Preis nix mit Bio oder hoher Grammzahl. Wurscht, einen Stoff hab ich mir mitgenommen (siehe unten) und bei meiner nächsten Berlinreise wird es sicherlich wieder einen Ausflug dorthin geben. Wer mit Stoffen und Nähzubehör nicht so viel anfangen kann, für den gibt es auch noch ganz viele andere tolle Dinge zu kaufen. Vor den Obst- und Gemüseständen sollte man sich nicht über die Geräuschkulisse wundern. Da wird geschrien was das Zeug hält: "Ein, zwei, drei Schalen Erdbeeren nur 2,50 Euro ... kaufen Sie, kaufen Sie ... alles billig ... Bananen, Äpfel, Erdbeeren ... Ein, zwei, drei Schalen Erdbeere nur 2,50 Euro!" ... so muss das sein! Irritierend ist jedoch, dass die Verkäufer immer noch schreien, wenn man sich mit ihnen unterhält: "Madame, wieviel soll ich einpacken?" ... das würde sich mit ein bisschen weniger Lautstärke schon besser anhören!


So, das war´s von meiner Berlinreise ... natürlich war das nicht alles, was ich erlebt habe, aber ich will Euch ja nicht langweilen. In den Nächten Tagen gibt es noch mehr zum Thema Stoff, denn ich habe liebe Leute um mich herum, die mich ordentlich mit Material versorgt haben ... also seid gespannt!