Montag, 25. Juni 2012

David gegen Goliath

Heute gibt es mal eine hinreißende Geschichte von mir! Alles fing vor ein paar Tagen mit einem heftigen Regen an. Bei solchen Witterungen werden leider die kleinen Mäuschen auf den Feldern aus deren Löcher gespült und die Katzen ziehen, sobald der Regen sich abschwächt, in eine unermüdliche Schlacht, in der die Mäuse leider ziemlich wenig Chancen haben. Nachdem ich schon auf ein kleines totes Mäuschen gestiegen bin ... igittigitt ... musste ich auch noch mit anschauen, wie eines der Katzen ein kleines Mäuschen in den Fängen hatte. David gegen Goliath ... live und in Farbe. Ich fieberte mit David mit, doch leider schien dieses Nachspiel der berühmten Geschichte nicht ganz so gut auszugehen. Wer Katzen hat weiß, dass es leider auch nicht möglich ist, dem Mäuschen zu helfen. Jedenfalls wurde David von Goliath mehrmals ordentlich durch die Lüfte geschleudert und dann ganz achtlos in der nassen Wiese liegen gelassen. Da mir auffiel, dass sich David während des Kampfes ganz eigen fortbewegte, schaute ich schließlich nach einer halben Stunde nach, weil ich wissen wollte um was für ein Mäuschen es sich handelt. Beim kleinen David angekommen, sah ich, dass das kleine Herzlein noch schlug. Aufregung pur! David wurde in einen kleinen Blumentopf gelegt, damit er dort noch seine letzten Minuten in Ruhe verleben kann. Aber kleine Mäuse sind anscheinend sehr zäh. Nach einer Stunde fing er wieder an sich mehr zu bewegen und kurze Zeit später stand er auch schon wieder ganz beduselt auf seinen vier Beinchen. Natürlich fanden wir, dass ein Blumentopf kein hinreichendes zu Hause für eine kleine Wiesenhüpfmaus (zapus hudsonius ... ja, ich bin jetzt voll informiert!) ist und daher bauten wir ihm schnell ein kleines angenehmes Heim. Seine erste Mahlzeit, die er aus dem reichlichen Angebot wählte, war Schokolade. Die schien ihn so aufzuputschen, dass er von Minute zu Minute immer besser aussah. Das Fell wurde glatter und Gang und Stand sicherer. Am nächsten Tag war er so gut beieinander, dass wir beschlossen ihn wieder auf dem Feld ... weit ab von Katzen ... in die Freiheit zu lassen. Wie man auf dem unteren Bild erkennen kann, mussten wir ihn allerdings ziemlich zwingen. Er verkroch sich immer wieder in seinem vorübergehenden zu Hause tief unter dem Stroh ...  anscheinend hat es ihm in unserer Obhut sehr gut gefallen. Ich hoffe er findet jetzt eine kleine Mäusedame und ist glücklich bis an sein Lebensende, dessen Zeitpunkt hoffentlich nicht durch Katzen festgelegt wird. 


Schöööööööööööööön, oder?! Ich war ganz hin und weg und bin es immernoch! Und was lernen wir daraus? Die Natur ist grausam aber auch unglaublich schön, ich kann Katzen kurz nach einem Regenguss nicht ausstehen aber ansonsten liebe ich sie, Kleine können ganz groß und stark sein, ... ich hör jetzt lieber mal auf! Jetzt gibt es nur noch ein paar Fotos zur Geschichte zu bestaunen! Mach´s gut kleiner Mäuserich, hab ein feines Leben!


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